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Videoüberwachung – Grenzlinienüberwachung beim Kanzleramt

Videoüberwachung – Grenzlinienüberwachung beim Kanzleramt


Sie wollen Ihr Firmengelände, Ihren Supermarkt videoüberwachen oder Ihr Haustier beobachten? Hier finden Sie Tipps rund um das Thema Videoüberwachung mit konkreten Beispielen aus der Praxis.

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Inhaltsverzeichnis

Was kann Videoüberwachung leisten?

Videoüberwachung ist zu einem Schimpfwort in Deutschland geworden. Die Angst vor George Orwells „1984“ geht um. Dabei ist der Einsatz von Überwachungskameras vielfältiger, als Sie glauben mögen.

Einbruchschutz

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach Hause und alles ist verwüstet. Einbrecher waren am Werk. Wer denkt da nicht über Sicherheitstechnik nach? Meistens viel zu spät, in der Regel nach einem Vorfall, interessieren sich Betroffene für Überwachungskameras. Wenn Sie jedoch bedenken, dass in Deutschland alle vier Minuten in ein Haus oder eine Wohnung eingebrochen wird, sollte das Thema Einbruchschutz  nicht verdrängt werden.

Täter bricht in eine Wohnung ein

Täter bricht in eine Wohnung ein

Automatische Prozesse videoüberwachen

Videoüberwachung geschieht jedoch auch innerbetrieblich, und nicht nur, um Mitarbeiter oder verdächtige Personen zu überwachen. Viele Prozesse laufen heute automatisch und monitorisiert ab. In Ihrer Verpackungsstation ertönt ein Alarmsignal und alles steht still? Was war der Grund? Den finden Sie leicht heraus, wenn Sie zuvor Ihren Prozess mit Überwachungskameras beobachtet haben. Mit Videoüberwachung lassen sich nicht nur die einzelnen Prozessschritte rückverfolgen, sondern auch analysieren und bewerten.

Pflegebedürftige Personen beobachten

Ein ganz anderes Feld für Überwachungskameras ist das der Betreuung. Wenn Oma bettlägerig ist oder Opa eine schlimme Krankheit auskurieren muss, können Kameras Sie dabei unterstützen, immer ein Auge auf Ihre Lieben zu haben. Bei unnatürlichen Handlungen oder Bewegungen können Sie einschreiten und helfen.

Haustierbeobachtung

Dasselbe gilt auch für Katze, Hund und Chinchilla. Ihre Schützlinge müssen vielleicht eine Zeitlang ohne Sie auskommen und ständig kann sich auch niemand um Ihre Tiere kümmern. Dann hilft Ihnen ein Überwachungssystem für Haustiere  dabei, zu wissen, wann Sie gebraucht werden.

Trend: Babys beobachten

Aufgrund der permanenten Beobachtungsmöglichkeit, hat sich die Überwachungskamera auch in die Kinderzimmer geschmuggelt. Babyphones, bei denen lediglich Laute übertragen werden, reichen vielen Eltern nicht mehr aus. Ein ganz neuer Trend ist daher das Babyphone mit Monitor oder, als Alternative, ein einfaches Videoüberwachungssystem.

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Pro und Contra Videoüberwachung

Videoüberwachung, also die Überwachung eines bestimmten Bereichs mittels optisch-elektronischer Gerätschaften, bringt Ihnen als Verwender viele Vorteile, kann aber unter Umständen einige Nachteile mit sich bringen.

Pro Videoüberwachungslösung

Das Pro besteht vor allem darin, dass Sie auch außerhalb Ihrer heimischen vier Wände oder Ihrer Firma ein (maschinelles) Auge auf Ihre Wertgüter oder Ihre Lieben haben. Sie wissen im besten Fall ganz genau, was sich im bewachten Bereich abspielt. Sie können bei der kleinsten Änderung eingreifen und Hilfe organisieren.

Gelegenheitstäter können durch Videoüberwachung abgeschreckt oder sehr schnell erkannt werden

Gelegenheitstäter können durch Videoüberwachung abgeschreckt oder sehr schnell erkannt werden

In der Prävention liegt ein anderer Gewinn. Mit einer Überwachungskamera (oder auch nur einer Überwachungskamera-Attrappe), die gut sichtbar platziert wird, schrecken Sie die meisten Gelegenheitstäter ab, sich Ihrem Grundstück zu nähern.

Geldsparen bei der Anschaffung

Da Überwachungskameras auf dem eigenen Grundstück als Sicherheitstechnik verstanden werden, sind auch die Versicherungen oft gewillt, niedrigere Beiträge anzusetzen. Auf diesen Aspekt sollten Sie Ihre Versicherung ansprechen. Einzelheiten können Sie dann mit Ihrem Ansprechpartner klären.

Nicht nur als Privatperson, sondern auch als Gewerbetreibender könnten Sie bares Geld sparen, denn Sicherheitstechnik kann von der Steuer abgesetzt werden. Vor allem Gewerbetreibende, Freiberufler, juristische Personen und Erbengemeinschaften sollten sich mit dieser Möglichkeit näher befassen.

Bei Privatpersonen gilt dieser Vorteil nur in Ausnahmesituationen. Bei besonderen Umständen, z. B. nach einem Einbruch oder bei häufigen Sachbeschädigungen kann die Absetzung als außergewöhnliche Belastung erfolgen. Die Absetzbarkeit steht jedoch mit den Umständen des Einzelfalles in Zusammenhang und muss durch einen Steuerberater geprüft werden.

Contra Videoüberwachung

Prävention durch sichtbare Kameraaufstellung kann ein Vorteil sein; einige sehen darin aber auch einen entscheidenden Nachteil, den wir Ihnen hier nicht verschleiern wollen.

Ein Überwachungssystem kann kriminelle Organisationen anlocken, denn es signalisiert: Hier ist etwas Wertvolles zu holen. Bewiesen ist diese Befürchtung nicht, doch bereits die Angst davor kann zu einer psychischen Belastung werden.

Hier sei noch ein Hinweis auf die Verwendung von Attrappen gegeben: Kamera-Attrappen werden heut zutage von den meisten Tätern erkannt, da es auf dem Markt nur eine beschränkte Auswahl gibt. Auffällig sind Dummys mit rot blinkenden LEDs, die bei einer Videoüberwachungskamera sehr untypisch sind. Einige Modelle schwenken zudem unrealistisch „hin und her“. Solche Fake-Überwachungskameras sind nicht zu empfehlen, da sie den Tätern signalisieren, dass hier auf Sicherheitstechnik bewusst verzichtet wurde, aber „irgendetwas“ schützenswert (und somit auch stehlenswert) ist.

Der zweite Nachteil hat ebenfalls mit der Psyche zu tun. Videoüberwachung ist in unserer Gesellschaft wenig anerkannt, da es verschiedene persönliche Rechte tangiert. Schon das Installieren einer Überwachungskamera kann Ihnen zum Nachteil gereichen, wenn Sie anschließend mit Skepsis beäugt oder Sie schlimmstenfalls Bußgelder oder Unterlassungsklagen befürchten müssen (siehe Wer darf Videoüberwachung wie in Deutschland nutzen?).

Eine Bank oder ein Spielkasino muss sich freilich keine Gedanken über Pro und Contra Videoüberwachung machen. Die Verwendung von Überwachungskameras wird in bestimmten Bereichen per Gesetz sogar gefordert; siehe Videoüberwachung geduldet oder Pflicht.

[green box]Sie kennen nun zahlreiche Gründe für Videoüberwachung und einige Vor- und Nachteile, die diese optische Technologie mit sich bringen kann.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Überwachungskameras es gibt, erhalten einen Einblick in die Funktionsweise einer Überwachungskamera und finden Informationen zu optionalem Zubehör.

Die Kenntnisse aus der Theorie, die Sie in diesem Abschnitt gewinnen können, werden im kommenden Abschnitt „Anwendungsbeispiele“ benötigt. Dort werden Sie an die vier bekanntesten Videoüberwachungskonzepte mit konkreten Beispielen herangeführt.

Damit Sie auch über die wichtigsten Regelungen und Regeln für Videoüberwachung auf dem Laufenden sind, finden Sie nach dem Abschnitt „Anwendungsbeispiele“ Informationen über die entsprechende Gesetzeslage in Deutschland.[/green box]

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Welche Arten von Überwachungskameras gibt es?

Videoüberwachungsanlagen können über Funk, WLAN oder mit Kabel verwendet werden. Für den Einsatzbereich im gewerblichen Umfeld werden sie nicht selten mit Alarmanlagen gekoppelt. Ein Video-Überwachungssystem besteht meist aus mehreren Überwachungskomponenten, die miteinander vernetzt sind. Mit einer Überwachungskamera, die sich an einem Monitor und/oder Rekorder befindet, haben Sie bereits ein kleines Videoüberwachungssystem.

Je nach Art, Preisvorstellung und Qualität werden Kameras verdeckt oder offensichtlich ausgeführt. Sie können über Infrarot, Bewegungserkennung oder Netzwerkverbindung verfügen oder mit einem Aufnahmegerät verbunden werden. Desweiteren gibt es steuerbare PTZ-Kameras, welche Schwenken [pivot], Neigen [tilt] und Zoomen [zoom] ermöglichen.

PAL-Kamera

PAL-Kameras verwenden zur Signalübertragung den alten Fernsehstandard PAL (Phase Alternative Line). Sie gehören zu den analogen Systemen. Ihre Bildauflösung wird in sogenannten TVL (also TV-Linien) angegeben. Trotz der inzwischen fast anrüchigen Verwendungsweise der analogen Übertragung werden PAL-Kameras aufgrund des niedrigen Preises noch immer gern genutzt. Die Übertragung erfolgt über Koaxialkabel oder analogen Videofunk.

TV-Linien wie bei der PAL-Kamera

TV-Linien wie bei der PAL-Kamera

Ihre Verwendung funktioniert unabhängig von einem Netzwerk, sodass die die Übertragung und damit die Bildqualität stabil bleiben.

Latenzzeiten (Verzögerungen) oder Aussetzer (Ruckeln) wie bei Netzwerkkameras können nicht entstehen, das Videosignal hat immer „frei Bahn“.

Zur Aufzeichnung wird ein Langzeitrekorder genutzt, mit dem die Überwachungskameras mit jeweils einem eigenen Kabel verbunden sind. Fast alle Langzeitrekorder verfügen über einen Netzwerkanschluss. Mithilfe des Rekorders können Sie daher Ihre PAL-Kamera an ein örtliches Netzwerk (LAN) oder das Internet anbinden. Der Rekorder funktioniert als Video-Server und streamt alle Kameras live in ein LAN oder ins weltweite Netz. Mit entsprechender Software haben Sie darüber hinaus Zugriff auf Ihre Kamera via Smartphone, iPhone, Tablet, Mac bzw. Windows.

HD SDI-Kamera

Die SDI-Kameras haben die Vorteile der PAL-Kameras, verfügen aber über eine vierfach höhere HD-Auflösung. Zur Aufnahme sind SDI-Langzeitrekorder erforderlich, die wahlweise nur bei Bewegungen aufzeichnen und über den Netzwerkanschluss die Bilder und Aufnahmen in das heimische Netzwerk oder das Internet übertragen.

Tipp: Jede SDI-Kamera ist mit einem eigenen Koaxialkabel an den Langzeitrecorder angeschlossen. Wenn Sie also Ihre analogen PAL-Kameras durch HD-Kameras ersetzen wollen, dann sind SDI-Kameras zu empfehlen. Die vorhandene Videoüberwachung-Infrastruktur kann ohne Weiteres weiterhin verwendet werden, da PAL- und SDI-Kameras denselben Anschluss (Koaxialkabel) verwenden.

Eine HD-SDI-Kamera ist eine gute Alternative zu PAL-Kameras

Eine HD-SDI-Kamera ist eine gute Alternative zu PAL-Kameras

Der Vorteil gegenüber Netzwerkkameras sind die einfache Installation ohne Netzwerkkenntnisse sowie eine stabile und latenzzeitfreie Übertragung. Im Gegensatz zu den Netzwerkkameras kommen Aussetzer wie Ruckeln bei bereits ausgelasteten Netzwerken oder Verzögerungen des Live-Bildes (Latenzzeiten) nicht vor. Die SDI-Videosignale sind in der Regel keinen Störungen ausgesetzt.

Netzwerkkamera / IP-Kamera

Alle Netzwerkkameras übertragen digitale Signale. In ihnen steckt ein kleiner Computer, sodass Ihre Überwachungskamera ohne PC oder Mac funktioniert. Sie können Ihre Netzwerkkamera nach dem Auspacken gleich an das LAN oder das Internet anschließen und ausprobieren.

Jede Netzwerkkamera besitzt ihre eigene IP-Adresse und wird daher auch IP-Kamera oder LAN-Kamera genannt. So können Sie Ihre Kamera online „orten“. Die Aufzeichnungen sind im gesamten Netzwerk in voller Qualität zu sehen und können an einem PC oder Mac mit der mitgelieferten Software oder mit einem NVR (Netzwerkvideorekorder) aufgezeichnet werden.

Tipp: Zu empfehlen sind zur Aufnahme NVR. Sie benötigen in der Regel nur 25 Watt und bieten zur Live-Darstellung Monitoranschlüsse. Ein Fernzugriff über das Internet via Laptop, MAC, iPhone oder Smartphone auf die Netzwerkkameras und Aufnahmen ist ebenfalls gegeben.

Spezielle Apps helfen Ihnen dabei, auch außerhalb Ihrer Wohnung auf Ihre Kameras zugreifen zu können. Die Qualität der Videoüberwachung bzgl. der Auflösung und Anzahl der Bilder pro Sekunde ist von der Internetbandbreite abhängig.

Fernzugriff auf eine Netzwerkkamera

Fernzugriff auf eine Netzwerkkamera

Berücksichtigen Sie, dass für eine optimale Verbindung bereits ein möglichst hoher Upload am Installationsort der Kamera (nicht zu verwechseln mit dem Download) vorhanden sein muss. Um eine HD-Netzwerkkamera in voller Qualität auszulasten, ist eine Geschwindigkeit von ca. 4 Megabit notwendig. Somit ist eine professionelle Aufzeichnung der Netzwerkkameras nur im lokalen Netzwerk via Windows-PC oder Netzwerkvideorekorder möglich.

In einem modernen lokalen 1000-MBit-Netzwerk, welches nicht an der Kapazitätsgrenze arbeitet, stehen diese Bedingungen, auch für mehrere Kameras, zur Verfügung.

Eine sogenannte Cloud-Aufzeichnung wäre praxistauglich nur mit VDSL oder Glasfaseranschlüssen an 10 MBit Upload und mit fester IP-Adresse möglich. Deshalb wird die Aufnahme von Netzwerkkameras ausschließlich über NVR im selben Netzwerk empfohlen.

Hinweis: Bei dem Einsatz von Netzwerkkameras entstehen bei der Livewiedergabe Latenzzeiten, entsprechend einer Verzögerungszeit des Livebildes. Diese beträgt üblicherweise zwischen 0,3 und 0,7 Sekunden und ist abhängig von Netzwerkkomponenten und der Wiedergabehardware.

Für eine möglichst kurze Latenzzeit sollten Sie zur Livewiedergabe überdimensionierte NVR oder PC verwenden, zum Beispiel eignet sich ein 16-Kanal-NVR mit Monitoranschluss für die Wiedergabe von 8 Kameras.

Bei bereits ausgelasteten Netzwerken können Aussetzer und Ruckler entstehen. Nur bei ausreichend freier Kapazität werden diese minimiert.

Als Faustregel mit genügend Sicherheitsreserve sollten Sie 10 MBit für eine HD-Kamera reservieren. Kommt es bei einer Videoüberwachung auf ein schnelles Livebild ohne Aussetzer an, garantieren es nur die PAL- und SDI-Kameras. Möchten Sie dennoch nicht auf Netzwerkkameras verzichten, da eine Netzwerk-Infrastruktur einfacher zur errichten ist als zu jeder Kamera ein Koaxialkabel zu legen, sollten Sie die Errichtung eines eigenen Netzwerkes nur für die Videoüberwachung in Betracht ziehen. Über Netzwerkbrücken zum Router kann dabei ein Internetzugriff und der Zugriff über das Heim- und Firmennetz ermöglicht werden.

Domekamera

Neben der Auflösung sowie den Signalübertragungen analog und digital wird eine Überwachungskamera nach ihrer Bauform definiert. Eine Form, der Sie vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Großmärkten begegnen, ist die der Domekamera. Ihren Namen verdankt sie der Halbkugel-Optik. Das Gehäuse ist zumeist blickdicht, sodass sie perfekt verschleiern kann, welchen Bereich sie gerade scannt.

Domekamera im Großmarkt

Domekamera im Großmarkt

Bei einer normalen zylindrisch aussehenden Überwachungskamera wissen Sie immer genau, wo sich das maschinelle Auge gerade befindet. Bei einer Domekamera hingegen fühlen Sie sich immer beobachtet. Sie ist aufgrund ihrer Bauform robuster als eine normale Überwachungskamera und wird oft an sozialen Brennpunkten eingesetzt.

Neben den Domekameras existieren auch sogenannte Speed-Dome-Kameras. Diese steuerbaren Kameras verfügen über eine besonders schnelle Steuerung.

PTZ-Kamera – steuerbare Kamera

PTZ-Kameras sind in ihrer Bewegungsfreiheit weniger eingeschränkt als andere Überwachungskameras. Sie können sowohl nach links und rechts schwenken als auch sich nach oben und unten neigen. Zudem besitzen sie eine Zoom-Funktion, um näher an das ins Visier genommene Objekte heranzuzoomen. Gute PTZ-Kameras verfügen über einen Autofokus, der für eine optimale Schärfe im entsprechenden Bildausschnitt automatisch sorgt.

PTZ Überwachungskamera

PTZ Überwachungskamera

Tipp: Mit dieser Technologie lassen sich einzelne Objekte innerhalb des Überwachungsbereichs punktgenau verfolgen. Daher werden beispielsweise PTZ-Kameras mit Autotracking-Funktion (automatische Verfolgung) oft zum Detektieren von Personen verwendet. Dabei spürt die Kamera eine bewegte Person auf und verfolgt sie. Voraussetzung ist gutes Licht. Nachts muss deshalb mit Scheinwerfern die dafür notwendige Beleuchtung geschaffen werden wie zum Beispiel durch Fluter mit Bewegungsmelder.

Im Allgemeinen eignen sich PTZ-Kameras besonders für bemannte Situationen, also in Bereichen wie Werksgelände, öffentlichen Plätzen und Supermärkten, in denen ein Wachmann, Detektiv oder Polizist die Kamera gezielt steuert. Bei ständiger Nutzung unterliegen sie jedoch einem hohen mechanischen Verschleiß.

Bei unbemannten Überwachungen, wie sie in den häufigsten Videoüberwachungssituationen vorkommen, sollten Sie Ihren Überwachungsbereich auf mehrere Kameras aufteilen. Somit werden alle Bereiche zu jeder Zeit aufgenommen und feste Überwachungskameras unterliegen keinem mechanischen Verschleiß.

Tipp: Für den gleichen Preis einer guten PTZ-Kamera sind meistens eine Vielzahl von festen Kameras erhältlich, welche den gewünschten Bereich vollständig abdecken.

Minikamera und getarnte Kamera

Unscheinbarer aufgrund ihrer Bauform und Größe sind die Minikameras. Eine Minikamera kann so klein wie ein Knopfloch (engl. Pinhole) sein und in einem Kugelschreiber oder einem Schlüsselanhänger Platz finden. Das Objektiv einer Minikamera kann bis zu 1 mm betragen.

Minikamera / eingebaut in Bewegungsmelder

Minikamera / eingebaut in Bewegungsmelder

Getarnte Kameras können zum einen Minikameras in Gegenständen sein, die selbst eingebaut werden. Zum anderen können diese Kameras aus Kamerakomponenten und einem Tarngehäuse bestehen. Getarnte Kameras sind zum Beispiel als Wanduhr, Rauchmelder oder Bewegungsmelder erhältlich.

Der Einsatz von Minikameras und getarnten Kameras „einfach so“ ist einerseits verboten. Andererseits ist diese Art der verdeckten Videoüberwachung dann zulässig, falls Straftaten aufgeklärt werden müssen und eine Minikamera oder getarnte Kamera in Abwägung der Verhältnismäßigkeit das letzte mögliche Mittel ist. Dazu mehr unter: Wer darf Videoüberwachung in Deutschland nutzen?

Nachtsichtkamera

Bei fahlen Lichtverhältnissen oder Dunkelheit lassen sich mit einer einfachen Überwachungskamera kaum brauchbare Bilder erstellen. Um bei Nacht und Nebel dienliche Videos zu erzeugen, sollten Sie Nachtsichtkameras verwenden. Diese sind mit Infrarot-LED ausgestattet. Das menschliche Auge kann die Ausleuchtung nicht wahrnehmen, somit bleibt der videoüberwachte Bereich weiterhin dunkel. Für große Reichweiten ab drei Metern brauchen Sie eine wirklich gute Nachtsichtkamera. Hier gilt, je mehr Infrarot-LED umso besser.

Nachtsichtkamera mit Infrarot-LED

Nachtsichtkamera mit Infrarot-LED

Für das bloße Erkennen eines verdächtigen Vorgangs könnte die Wärmebild-Netzwerkkameraeine Alternative zur Infrarotkamera darstellen. Sie benötigt kein Licht, um etwas zu erkennen. Vielmehr erfasst sie die ausstrahlende Wärme von Objekten (z.B. PKW oder Menschen) und erzeugt daraus ihr Überwachungsbild. Da es sich nur um Umrisse handelt, kann dieses Bild nicht für die Identifizierung verwendet werden. Es zeigt jedoch, dass in einem stockdusteren Bereich etwas Verdächtiges vor sich geht und alarmiert mit dieser Aufzeichnung zum Beispiel das Wachpersonal.

Thermobild einer Wärmebildnetzwerkkamera

Thermobild einer Wärmebildnetzwerkkamera

Kabellose versus kabelgebundene Kamera

Sie können sowohl kabelgebundene als auch kabellose Überwachungskameras nutzen. Doch sollten Sie wissen, dass bei kabellosen (also Kameras über WLAN, Funk, Bluetooth etc.) das Risiko einer Unterbrechung oder Signalstörung sehr hoch ist.

Alle Funksender arbeiten in einem bestimmten Frequenzbereich. Beispielsweise senden WLAN (digital) und Funk (für analoge Übertragung) im selben Bereich bei ca. 2,4 GHz. Eine Störung des Funk-Signals können Sie also bereits haben, wenn Ihr Nachbar seinen WLAN-Router im gleichen Frequenzbereich laufen lässt. Zudem richtet sich die Qualität der Übertragung nach der Funk-Reichweite. 10 bis 30 m und maximal eine massive Wand beträgt die gängige Reichweite.

Hinweis: Für eine professionelle Videoüberwachung sind deshalb immer Kabelkameras zu verwenden. Eine funktionstüchtige drahtlose Alternative kann nur auf ein auf bis zu vier Kameras beschränktes WLAN-Kamerasystem sein, wobei am Installationsort jeder Kamera ein WLAN-Pegel von mindestens 60 Prozent vorhanden sein muss. Dies ist jedoch nur durch max. eine massive Wand und/oder ca. 10 m Entfernung möglich.

Bei analogen Funkkameras ist zudem die Abhörgefahr gegeben, da die Übertragung unverschlüsselt und analog erfolgt. So kann eine analoge Funkkamera z. B. in einem nachgerüsteten drahtlosen PKW-Rückschausystem „zufällig“ abgehört werden.

Funkkameras sind heutzutage nicht mehr zu empfehlen, da diese in der Regel keine sichere Übertragung gewährleisten.

Tipp: Eine installationsfreie Alternative zur Funkkamera stellen Power-Line-Kameras dar, welche die Signale als Netzwerkkamera über die Stromleitung übertragen. Sind NVR und Router ebenfalls mit dem Powerline-Netzwerk verbunden, so erhalten Sie ein installationsfreies Kamerasystem mit Übertragung über die Stromleitung.

Mit Powerline ermöglichen Sie eine Netzwerkverbindung über das Stromkabel

Mit Powerline ermöglichen Sie eine Netzwerkverbindung über das Stromkabel

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Worauf ist bei der Videoüberwachung zu achten?

Eine Videoüberwachungskamera ist eine Videokamera, die Geschehen in einen bestimmten Bereich als Bewegtbilder wiedergibt. Diese Wiedergabe kann als Livestream erfolgen und/oder aufgezeichnet werden. Wie eine Standardvideokamera verfügt sie über eine bestimmte Auflösung, besitzt ein Objektiv mit Brennweite (und gegebenenfalls eine Auto-Iris-Blendefunktion) sowie einen lichtempfindlichen Bildsensor, der für Hell und Dunkel (Kontraste) sowie Farbgebung verantwortlich ist.

Welchen Bildsensor sollte meine Kamera haben?

Zwei verschiedene Arten von Bildsensoren, auch Bildwandler genannt, sind typisch für Foto- und Videoaufnahmen: CMOS und CCD. Beide Chips arbeiten mit Licht, um Bilder zu erzeugen. Licht besteht aus elektromagnetischer Strahlung (Photonen), die durch das Objektiv auf den Bildsensor geleitet wird.

Infografik: Licht fällt auf Bildsensor

Infografik: Licht fällt auf Bildsensor

Helligkeit definieren

Der Bildsensor besteht aus einer Vielzahl von Fotodioden, die jede für sich mit einem Kondensator gekoppelt ist. Fällt die Strahlung auf die Dioden, wird elektrische Ladung erzeugt.

Bei dem CCD-Sensor werden die Fotodioden bzw. die entstandene Ladung Reihe für Reihe in einer Matrix (Raster) ausgelesen. Der analog erzeugte Datenstrom wird sukzessiv (nach und nach) über einen Analog-Digital-Wandler in digitale Daten umgewandelt. Der entstandene Wert definiert die Helligkeit eines Bildpunktes. Beim CMOS-Chip kann jede Fotodiode einzeln im Raster adressiert werden, da es horizontal und vertikal definiert ist.

Durch die klare Definition sind Bilder aus CMOS-Sensoren meist schärfer. Jedoch sind sie weniger lichtempfindlich als bei CCD-Sensoren.

Hinweis: Durch technischen Fortschritt spielt es praktisch keine Rolle mehr, ob CCD- oder CMOS-Sensoren genutzt werden. In der Regel ist es jedoch so, dass CCD-Sensoren bei analogen Kameras mit PAL-Auflösung Verwendung finden, CMOS dagegen bei HD-Kameras.

Farbgebung RGB

Beide Sensoren arbeiten mit Farbfiltern Rot, Grün und Blau (RGB). Jede einzelne Diode besitzt einen dieser Farbfilter, wobei 50 Prozent über grüne und je 25 Prozent über blaue und rote Filter verfügen.

Lux – Kennzahl so klein wie möglich

Die Lichtempfindlichkeit wird in Lux (lat. für Licht) gemessen. Als Faustregel gilt: Je kleiner die Zahl, umso höher die Lichtempfindlichkeit. Je höher die Lichtempfindlichkeit des Sensors, umso mehr Licht wird von der Kamera aufgenommen und in elektronische Signale umgewandelt, aus denen die einzelnen Bildpunkte / Pixel hervorgehen.

Bei Dunkelheit kommen Nachtsichtkameras zum Einsatz. Mit Infrarot ausgestattet, können diese Videoüberwachungssysteme selbst bei 0,0 Lux (völlige Dunkelheit) qualitativ hochwertige Bilder erstellen.

Was muss ich über Objektive wissen?

Noch bevor das Licht auf den Sensor fällt, passiert es das Objektiv. Je nach Qualität können Objektive einen entscheidenden Qualitätssprung für Bild und Kamera bedeuten.

Tipp: Bei Nachtsicht-Kameras mit Infrarot sollte die Kamera über ein infrarotkorrigiertes Objektiv verfügen. Die Wellenlänge von Tages- und Infrarotlicht weichen voneinander ab. Durch die Korrektur wird eine gleichbleibende Schärfe gewährleistet. Infrarotkameras ohne Korrektur können entweder nur im Nachtbetrieb oder im Tagbetrieb scharf gestellt werden, da in diesem Falle zwei voneinander abweichende Schärfepunkte vorhanden sind. Bei infrarotkorrigierten Objektiven sind zwar ebenfalls die beiden Schärfepunkte noch vorhanden. Diese liegen aber sehr nah nebeneinander, sodass ein optimaler Schärfepunkt für Tag und Nacht, der sich dazwischen befindet, eingestellt werden kann. Sollen Personen Tag und Nacht identifiziert werden, ist ein infrarotkorrigiertes Objektiv Pflicht.

Tipp: Falls Ihre Überwachungskamera direkter Sonnenausstrahlung ausgesetzt ist, sollten Sie eine Überwachungskamera mit Objektiv verwenden, bei dem Auto-Iris eingestellt werden kann. Bei Auto-Iris handelt es sich um eine elektromechanische Blende, welche den CCD- oder CMOS-Kamera-Chip vor vorzeitigem Verschleiß schützt und Lebenszeiten von 8 bis 10 Jahren ermöglicht. Ohne Auto-Iris wäre die Lebenszeit der Kamera bei direkter Sonneneinstrahlung auf ca. 2 bis 4 Jahre begrenzt. Als Faustregel gilt: Außenkameras sollten mit Auto-Iris gewählt werden.

Neben der Regulierung des Lichteinfalls spielen die Brennweite und der Blickwinkel (Bildwinkel) eine große Rolle.

Blickwinkeln Überwachungskamera

Blickwinkeln Überwachungskamera

Die Brennweite bestimmt den Blickwinkel der Kamera. Je größer die Brennweite, desto enger wird der Bildausschnitt, oder anders gesagt: umso geringer wird der Blickwinkel. Das anvisierte Objekt wird größer; die nebenstehende Kulisse fällt aus dem Bild heraus.

Die sogenannten Vario-Objektive erfüllen bereits mehrere dieser Funktionen. Sie verfügen über automatische Blendefunktion sowie Zoomfunktion und können, noch bevor das Licht auf den Sensor trifft, Qualitätsmerkmale wie die Schärfentiefe des Bildes regulieren.

2,8 – 12 mm Brennweite sind typisch für den Nahbereich direkt vor der Kamera von 1 – 8 m, 6 – 60 mm für den Fernbereich ab 5 – 50 Meter.

Shutter

Um die Bilder nicht zu überbelichten, wird eine Verschlusszeit in der Kamera selbst elektronisch geregelt und passt sich an die Lichtverhältnisse an. Die Belichtungszeit errechnet sich mit 1/sec. Je länger die Belichtungszeit andauert, umso mehr Lichtempfindlichkeit besteht – je geringer der Wert, umso schärfer werden die Aufnahmen von bewegten Objekten.

Tipp: Bei hochwertigen Kameras ist es möglich, neben der automatischen Regelung, Einfluss auf diese Werte zu nehmen. So können Sie beispielsweise bei industriellen Anwendungen bei gleichem Licht eine kurze Belichtungszeit wählen. Bewegungen werden scharf eingestellt.

Blende

Blende

Tipp: Zur Verstärkung der Nachtsicht bei langsamen Bewegungen können größere Werte bei Umschaltung in den Nachtmodus z. B. bei der Überwachung von Grenzlinien an Zäunen verwendet werden. Da keine schnellen Bewegungen stattfinden, wird so die Nachtsicht erhöht.

Was weiß ich über die Lichtverhältnisse am Überwachungsort?

Licht bestimmt in großem Umfang die Qualität eines Bildes. Daher sollten Sie sich vor der Installation der Videoüberwachung ein paar Fragen beantworten, die sich mit dem Faktor Licht beschäftigen:

  • Benötige ich eine Tag- und/oder Nachtsichtkamera?
  • Wo wird meine Kamera stehen (outdoor / indoor)?
  • Ist mein zu überwachender Bereich oft durch Staub oder Dunst befallen?
  • Wie steht die Sonne um welche Uhrzeit über meinen zu beobachtenden Bereich? Besteht die Gefahr der Einstrahlung?

Die Fragen sollen Ihnen Inspirationen für weitere bieten. Je nach individuellem Bedarf lässt sich die Liste erweitern.

Bewegtbilder

Die Auflösung von Bewegtbildern wird wie in der Fotografie in Megapixeln gemessen. Veraltete PAL-Kameras liefern zwischen 0,3 und 0,5 Megapixel. Deren Auflösung wird zwischen 240 und 1000 TVL angegeben. TVL bedeutet: TV-Linien. TV steht für Television, also Fernsehen.

560 TVL entsprechen der Standard-PAL-Auflösung. In der Videoüberwachung wurde der PAL-Standard zuletzt von Sony durch die 960H-Technologie auf 1000 TVL, entsprechend 0,5 Megapixel, erweitert. Allerdings führte diese Steigerung um eine geringe Anhebung von ca. 0,1 Megapixeln, welche optisch kaum ins Gewicht fällt.

Echte Qualitätssteigerungen sind erst ab 2 Megapixel zu sehen, diese Auflösung wird durch HD-SDI oder Netzwerkkameras erreicht.

Bei einer SD-PAL-Auflösung von ca. 700 TVL, entsprechend ca. 0,44 Megapixel, können Videobilder in max. 3,50 Meter breiten Bereichen zur Erstellung eines Fahndungsbildes verwendet werden. Bei 2 Megapixeln darf der Bereich max. sieben Meter breit sein.

Hinweis: Für unser Auge besteht ein flüssiges Bild aus 25 Bildern (Frames) pro Sekunde, welche heutzutage alle PAL-und SDI-Kameras sowie alle professionellen Netzwerkkameras liefern können. Wird die Geschwindigkeit herabgesetzt, empfinden wir ein Fernsehbild als stockend.

In der Videoüberwachung war es früher aus technischen Gründen und ist es heute aus Kapazitätsgründen üblich, mit weniger Bildern pro Sekunde zu arbeiten. Falls die überwachten Objekte keine schnellen Bewegungen ausführen, sind weniger Bilder pro Sekunde möglich. Weniger Bilder pro Sekunde bedeuten weniger Daten, somit kann Festplattenkapazität gespart werden. Bei Netzwerkkameras wird die Bandbreite zur Übertragung dadurch verkleinert.

Bei professionellen Netzwerkkameras und SDI-Kameras werden die Bilder einzeln (progressiv) übertragen. Standbilder haben dabei keine Bewegungsunschärfe. Die veralteten PAL-Kameras arbeiten jedoch mit Halbbildern. Dabei werden abwechselnd nur die beiden Hälften des Bildes übertragen. Das führt zu unscharfen Standbildern bewegter Objekte. Detailerkennungen sollten daher möglichst nur an Standorten erfolgen, wo Bewegungen langsam erfolgen oder ausgeschlossen sind (Schranke, Eingang, Türe).

Tipp: Sollten Sie Ihre alte PAL-Kamera ausrangieren wollen oder sich das erste Mal eine Überwachungskamera zulegen, ist ein Einstieg mit einer zwei Megapixel-Kamera zu empfehlen.

Brauche ich eine wetterfeste Kamera?

Je nachdem, ob Sie Ihre Überwachungskamera innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes anbringen möchten, sollten Sie sich über die Materialbeschaffenheit informieren. Während bei einer Indoor-Kamera eine Standard-PVC-Ummantelung ausreicht, sollte eine Kamera für Außeneinsätze Wind, Regen und Sonne aushalten können. Ein nicht rostendes Aluminiumgehäuse ist typisch für Überwachungskameras im Außengelände.

Kamera für Außenbereich – robustes Gehäuse

Kamera für Außenbereich – robustes Gehäuse

Doch nicht nur die Hülle schützt die Kamera vor Wettereinflüssen. Gute Außenkameras haben Wasserabläufe um das Objektiv, sodass sich keine Flüssigkeit absetzen kann. Die Objektivgläser selbst sind aus Fensterglas, die weniger beschlagen als Standard-Objektivgläser. Innenliegende Kabelschächte sorgen für Sicherheit und schließen Kurzschlüsse durch Witterung aus.

Wenn Sie also eine Kamera mit rostfreiem Gehäuse, Wasserabläufen an möglichen Absetzungsstellen (wie bei den Objektivrändern) sowie einer innenliegenden Kabelführung besitzen, dann können Sie diese Kamera getrost im Garten positionieren.

Welches Zubehör sollte ich bereithalten?

Sollten analoge Überwachungskameras verwendet werden, empfiehlt sich für die Aufnahme des Geschehens ein sogenannter Langzeitrecorder.

Innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nimmt das Gerät die Sessions (also das Geschehen) auf. Die Langzeitrecorder verfügen über eine Bewegungserkennung, sodass in den meisten Fällen Aufnahmen nur bei Bewegungen stattfinden. Bei voller Festplatte werden die ältesten Aufnahmen schrittweise überspielt. In Kombination mit der Bewegungserkennung ergeben sich dadurch wochen- bis monatelange Aufzeichnungszeiten. Danach wird das Material überspielt. Durch diese Technologie können Sie praktisch unbegrenzt mit ihrer Die Langzeitrecorder verfügen über eine Bewegungserkennung, so dass in den meisten Fällen Aufnahmen nur bei Bewegungen stattfinden. Bei voller Festplatte werden die ältesten Aufnahmen schrittweise überspielt. In Kombination mit der Bewegungserkennung ergeben sich wochen- bis monatelange Aufzeichnungszeiten. Durch diese Technologie können Sie praktisch unbegrenzt mit Ihrer Videoüberwachungskamera das Geschehen aufzeichnen, ohne jemals die Festplatte zu löschen.

Langzeitrecorder für Videoüberwachung

Langzeitrecorder für Videoüberwachung

Durch eine Ereignissteuerung erfolgen Aufnahmen nur bei Aktivitäten im Bildausschnitt. Die Bewegungserkennung findet dabei im Langzeitrecorder statt, welcher die Kamerabilder auf Bewegungen bzw. Bildänderungen fortlaufend überprüft. Ein Voralarmspeicher sieht dabei bereits einige Sekunden in die Vergangenheit. Die Nachlaufzeit ermöglicht, dass die Aufnahme nach Ende der Aktivität noch eine gewisse Zeit nachläuft.

Weiterhin ermöglichen die meisten Rekorder den Zugriff über das Netzwerk und Internet. Damit können Sie das Überwachungskamera-System z. B. via iPhone, Smartphone, Tablet, Mac oder Windows aufrufen, die Live-Bilder betrachten und die Aufnahmen abspielen.

Weiteres Zubehör

Wir sollten nicht außer Acht lassen, dass für Videoüberwachungssysteme Kabel eingesetzt werden. Zudem bestehen nicht selten Videoüberwachungssysteme aus Überwachungskamera und Alarmtechnik. Bei Alarmauslösung kann beispielsweise über das Internet die Videoüberwachung eingesehen werden.

Videoüberwachungssoftware: Wann brauche ich sie und welche Einstellungen sollten vorhanden sein?

Um eine effiziente Nutzung Ihrer Netzwerkkamera, IP Cam oder Webcam zu gewährleisten, gibt es neben Langzeit-NVR Überwachungssoftware-Lösungen. Sie steuern die Videoüberwachung, verwalten Daten und erstellen Analysen. Durch Fernzugriff sind Netzwerkkameras steuerbar. Dabei kann der Zugriff auf Ihr Videoüberwachungssystem durch mobile Endgeräte wie Smartphone oder Laptop genauso realisiert werden wie durch einen PC.

Prinzipiell gibt es je nach Preislage und Qualität verschiedene Arten von Überwachungsprogrammen. Die Software analysiert Bildbereiche auf Bewegungen oder hinzugekommene bzw. verschwundene Objekte. Bei Unstimmigkeiten werden Sie akustisch, per E-Mail oder anderen Kommunikationsmitteln benachrichtigt.

Alarmauslösung durch Smartphone, Laptop oder per E-Mail

Alarmauslösung durch Smartphone, Laptop oder per E-Mail

Des Weiteren gibt es solche mit Zeitplaner. Nur in festgelegten Zeiträumen schaltet sich die Aufnahmefunktion des Langzeitrekorders, NVR oder der Software automatisch ein. Überwachungskameras automatisch an und wieder ab. Das spart unnötigen Strom und damit Kosten. Außerdem kann diese Art der Aufnahme eines Videoüberwachungssystems konform mit den Datenschutzrichtlinien und in Abstimmung des Betriebsrates erfolgen.

Neben den Netzwerkkameras sind auch sogenannte Video-Encoder oder Videoserver erhältlich, die analoge PAL-Kameras in Netzwerkkameras umwandeln können. Die Geräte finden Anwendung, falls eine analoge Überwachungskamera in ein Netzwerkkamerasystem mit eingebunden werden soll. Beispiele sind bereits vorhandene Kameras oder Minikameras.

Als Videoüberwachungssoftware gibt es unterschiedliche Angebote, die von Freeware (umsonst) bis hochpreisig reichen. Grundlegende Kriterien für eine gute Videoüberwachungssoftware sollten dennoch erfüllt sein. Dazu zählen:

  • Videoüberwachung via Livestream
  • Möglichkeit zur Aufzeichnung / Aufnahme und Speicherung der Daten
  • Fernzugriff über Netzwerk
  • Alarmfunktion

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Videoüberwachungslösungen an konkreten Beispielen

Von der Theorie in die Praxis: Nachdem Sie nun einige Fakten über Videoüberwachung erfahren haben, kommen wir zum praktischen Teil. Eingegangen wird vor allem auf die vier häufigsten Konzepte: die Sie in der einen oder anderen Form innerhalb der Beispiele wiedererkennen werden.

Es handelt sich hierbei um:

  • Tankstellenprinzip: Videoüberwachung für Tankstellen.
  • Intelligentes Konzept: Videoüberwachung für Autohaus, Parkanlagen oder Firmengelände.
  • Grenzlinienüberwachung: Videoüberwachung von Sportplätzen und Parkplätzen.
  • Innenüberwachung: Videoüberwachung im Innenraum.
  • Autotracking: Videoüberwachung in Innengebäuden, eine Person innerhalb eines bestimmten Radius verfolgen (Voraussetzungen siehe steuerbare Kamera).

Tankstelle überwachen

Das Tankstellenprinzip garantiert, dass mit vielen Kameras eine lückenlose Überwachung im Tankbereich inklusive der Möglichkeit zur Kfz-Nummern- und Gesichtsidentifizierung stattfindet.

Auf einer Tankstelle werden unter anderem alle Zapfsäulen videoüberwacht. Ein Tankplatz entspricht in etwa einer Breite von ca. 3 m. Daher sollten Sie auch in diesen Breiten bei der Installation einer analogen PAL-SD-Überwachungskamera rechnen. Jede einzelne Kamera muss ein Areal überblicken können, und zwar so, dass Kennzeichen (Nummernschilder), Autotyp und Besitzer aufgezeichnet werden. Bei analogen PAL-Kameras achten Sie bitte darauf, dass aufgrund der geringen Auflösung der zu überwachende Bereich nicht größer als 3 m ist.

Zusammenhängende Tankplätze können auch mit einer HD-Kamera ausgestattet werden, dann sollte dieser Bereich jedoch nicht breiter als 6 Meter sein.

Üblicherweise werden die Kameras aus ca. 2 – 5 Metern Entfernung und in einer Höhe von 3 – 5 Metern installiert. Bei HD-Kameras zur Überwachung von zwei aneinander liegenden Tankplätzen sollten die Entfernung 4 – 8 Meter betragen.

Tankstellenprinzip Videoüberwachung

Tankstellenprinzip Videoüberwachung

Als Faustregel können Sie sich merken: Die maximale Kamera-Installationshöhe entspricht der Entfernung zum Überwachungsbereich. So können Sie eine optimale Perspektive erhalten. Bei zu hoher Installation aus zu kurzer Entfernung entstünde eine Vogelperspektive, welche das Erkennen von Personen und Nummernschildern erschwert oder ausschließt.

Alternativ können bei optisch freier Flucht auch Telekameras (also Kameras mit einer höheren Brennweite und kleinerem Blickwinkel) von dem Tankstellengebäude verwendet werden, falls es im rechten Winkel zu den Tankplätzen angrenzt. Es ist in diesem Falle darauf zu achten, dass die optische Flucht nicht zugeparkt werden kann (Transporter).

Liegen mehrere Tankplätze hintereinander, ist diese Art der Überwachung nur an der ersten am Gebäude liegenden Tankplatzreihe sinnvoll. Die zweite oder mehrere Reihen sollten aus der Nähe jeweils überwacht werden, damit die Überwachungsbereiche nicht verdeckt werden können (z.B. PKW durch Tankplatz davor).

Hinweis: Entfernte Mastinstallationen sind nicht ratsam, da in den meisten Fällen die optische Flucht zugeparkt werden kann (LKW, Transporter).

Es ist kein Geheimnis, dass Benzinklau meist mit falschen Kennzeichen einhergeht. Daher sollte für eine mögliche Strafanzeige ein gutes Bild des Täters und des Wagens vorliegen. Dafür benötigen Sie Objektiven mit hohen Brennweiten und einer starken Blendsicherheit (z.B. gegenüber aufscheinenden Scheinwerfern) sowie eine Kamera mit einer hohen Auflösung von mindestens 2 Megapixeln (besser ist in dem Fall jedoch eine noch höhere Auflösung).

Ein weiterer Bereich, der in das Videoüberwachungssystem eingebunden werden sollte, ist der Shop und insbesondere die Kasse. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Abschnitt Supermarkt und Ladengeschäfte überwachen.

Einige Tankstellenbesitzer nutzen Kameras, um neue Mitarbeiter auf ihre Ehrlichkeit zu testen. Diese Maßnahme kann Sie jedoch schnell mit dem Arbeitnehmerdatenschutz in Konflikt bringen.

Hinweis: Da eine komplette Überwachung wie im Außenbereich einer Tankstelle zwar wünschenswert wäre, aber aufgrund der Kameraanzahl unwirtschaftlich ist, werden die Überwachungsaufgaben in Schwerpunkte eingeteilt.

Eine Detailerkennung von Personen, welche Identifizierungen ermöglichen, findet bei diesem Konzept nur an Brennpunkten und/oder in langen Linien statt.

In der Summe ergeben diese ein sogenanntes intelligentes Konzept, das Sie ebenso bei der Videoüberwachung für Ihr Autohaus, Firmengelände oder in Parkanlagen verwenden können.

intelligentes Konzept für Videoueberwachung

intelligentes Konzept für Videoueberwachung

Autohaus, Firmengelände oder Parkanlagen überwachen

Brennpunkte für Überwachungskameras sind kleine Bereiche wie Eingänge, Zugänge, Wegkreuzungen, Tunnel oder Durchfahrten, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich Personen darin aufhalten werden oder sogar müssen. Die Brennpunkte werden separat mit einer Kamera erfasst und ermöglichen die Identifizierung und das Erkennen von Handlungen.

Besonders schützenswerte Objekte oder Bereiche wie zum Beispiel Lagerplätze auf dem Firmengelände oder ebenerdige Fenster können somit einzeln erfasst werden.

Ein Brennpunkt sollte bei dem Einsatz von HD-Kameras nicht mehr als ca. 6 m breit sein. Die Überwachungskamera installieren Sie im Nahbereich zwischen 2 und 8 Metern vor den Brennpunkten.

Brennpunkt Parkhaus Ausfahrt als Teil eines intelligenten Konzeptes

Brennpunkt Parkhaus Ausfahrt als Teil eines intelligenten Konzeptes

Grenzlinienüberwachung

Gibt es sehr viele Zugänge (wie zum Beispiel bei offenen Parkplätzen) sollten Sie entlang der sogenannten Grenzlinien Telekameras errichten.

Mit Telekameras können Sie einerseits die Brennpunktüberwachung aus Entfernungen von bis zu 30 Metern ermöglichen. Bei der Verwendung aus großer Entfernung entsteht andererseits eine schmale Überwachungslinie, bei deren Durchschreitung Personen identifiziert werden können. So gesehen, hat eine Telekamera aus großer Entfernung einen doppelten Nutzen.

Videoüberwachung – Grenzlinienüberwachung beim Kanzleramt

Videoüberwachung – Grenzlinienüberwachung beim Kanzleramt

Wie bereits erwähnt, erzeugen Telekameras schmale und lange Überwachungsbereiche, so sind z.B. Linien zwischen 8 und 25 Metern mit HD-Telekameras sowie Linien zwischen 25 und 40 Metern mit HD-Supertelekameras möglich. Beispiele hierfür sind Grenz- und Zaunlinien, entsprechend lange Wege, Gebäudeseiten oder Fensterfronten. Eine Zaunlinie kann beispielsweise mit zwei aufeinander gerichteten Telekameras komplett überwacht werden, eine Kamera schaut dabei unter die andere.

Zur Ereignisüberwachung sollten Sie weitwinklige Kameras einsetzen, die die Übersicht auf das komplette Geschehen ermöglichen. Sie stellen damit eine Ergänzung zur zuvor genannten Detailerkennung dar.

Tipp: Bereits bei Brennpunkten oder Linien eingesetzte Kameras zur Geschehensbeobachtung hinter den Überwachungsbereich einsetzen. Zwei HD-Telekameras könnten beispielsweise eine 20 m lange Hausfront oder einen Weg überwachen. Eine Kamera schaut dabei unter die andere. Am jeweiligen Ende des Überwachungsbereiches zur Detailüberwachung nehmen die Kameras zusätzlich auch das Geschehen ab 20 Metern auf.

Supermarkt und Ladengeschäfte überwachen

Zunächst sollten Sie grundsätzlich Kameras direkt an allen Eingängen und Ausgängen installieren, um jede Person identifizierbar zu erfassen. Überwachungskameras können nahe dem Eingang aus ca. 2 – 5 Metern in ca. 3 Meter Höhe installiert werden, Telekameras aus 5 – 30 Metern Entfernung bei entsprechend optisch freier Flucht. Zudem sollte jede Kasse mit einer Kamera überwacht werden, um Kassiervorgänge, Mitarbeiterdiebstähle und Überfalle genau zu dokumentieren.

Die Kassenkamera wird oberhalb hinter der Kasse installiert, sodass Kassierer, Kunde und Kassenschubladen gleichzeitig optimal erfasst werden. Entweder wird die Kamera aus 1,50 – 3 Meter angebracht, oder Telekameras bei entsprechend optisch freier Flucht aus bis zu 30 m Entfernung.

Innerhalb des Supermarkts können weitere Kameras installiert werden, welche das Geschehen wie Diebstähle optimal im Blick haben:

Einen ca. 20 Meter langen Warengang können Sie beispielsweise bei optisch freier Flucht mit zwei Telekameras, die sich gegenseitig anschauen, absichern.

Mit zwei zueinander gerichteten Telekameras können mehr Bereiche abgedeckt werden

Mit zwei zueinander gerichteten Telekameras können mehr Bereiche abgedeckt werden

Größere Verkaufsflächen wie z.B. Obststände werden aus einer optisch günstigen Perspektive ein bis zwei Weitwinkelkameras erfasst. Alternativ ist aus bis zu 30 Metern Entfernung ebenso der Einsatz von Telekameras möglich.

Hochpreisige kleine Warenbereiche wie zum Beispiel für Spirituosen oder Kosmetik sollten eine eigene Kamera wie bei den Kassen haben, um Vorgänge detailliert aufzeichnen zu können.

Kleine Läden

In kleinen Läden und am Kiosk können wenige Weitwinkelkameras bereits ausreichen. Sie sollten darauf achten, dass sich die Ladenbesucher einer Kamera zwangsweise nähern müssen, um alle Personen identifizierbar zu machen.

Eine Kamera könnte beispielsweise von der Kasse oder Ladentheke Richtung Eingang filmen, eine weitere Weitwinkelkamera filmt das Geschehen aus einer dafür günstigen Perspektive.

Betriebliche Prozesse videoüberwachen

Zur Überwachung von betrieblichen Prozessen wie z. B. Fließbändern oder Packstellen sollten Sie robuste und professionelle Kameras verwenden. Diese gewährleisten eine hohe Lichtempfindlichkeit, optimales Gegenlichtverhalten sowie optimalen Schutz gegen Staub und Luftfeuchtigkeit und können einfach gereinigt werden.

Bei der Aufzeichnung von betrieblichen Prozessen ist darauf zu achten, dass sogenannte professionelle Realtimerekorder (Echtzeitrekorder) eingesetzt werden, die mit 25 Frames (Vollbildern) pro Sekunde je Kamera aufzeichnen. Somit werden ruckelfreie Aufzeichnungen realisiert.

Warum die Aufzeichnung mit Echtzeitrekordern? In der Videoüberwachung sind auch geringere Bildraten üblich. Aufnahmen von schnellen Vorgängen, die beispielsweise mit sechs Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden, könnten nicht eindeutig wiedergegeben werden. Es würden Ruckelbilder entstehen.

Pflanzenforschung mit Überwachungskamera

Pflanzenforschung mit Überwachungskamera

Je nach Objektgröße sollten Sie die Kameras aus 1 – 4 Metern Abstand installieren. Aus größeren Entfernungen können bei optisch freier Flucht, wie bereits erwähnt, alternativ Telekameras verwendet werden.

Hinweis: Aufgrund der Bewegungsunschärfe und der niedrigen Auflösung sind analoge PAL-Kameras nicht geeignet.

Haustiere, Kinder oder pflegebedürftige Personen beobachten

Da bei der Beobachtung von Haustieren, Kindern oder Kranken zumeist nur ein Live-Zugriff über das Internet mit Smart- und iPhones erfolgen soll, können Sie einfache und bei Bedarf auch steuerbare Netzwerkkameras verwenden. Hier sei aber nochmals der Hinweis gegeben, dass die Leistung der Netzwerkkameras vom Funk- und Internetverkehr abhängig sind.

Eine 24-Stunden-Live-Schaltung ist daher eher mit verkabelten analogen PAL-Kameras mit internetfähigem Langzeitrekorder zu empfehlen.

Bei einer Rund-um-Betreuung könnten Sie eine weitwinklige Nachtsicht-PAL-Kamera mit Langzeitrecorder verwenden. Der Rekorder zeichnet die Ereignisse auf und ermöglicht über seinen optional nutzbaren Netzanschluss den Internet-Zugriff.

Auffällige Bewegungen und Verhaltensweisen von Babys, Kindern, Haustieren oder pflegebedürftigen Personen können schnell registriert und über den Netzwerkanschluss live verfolgt werden.

Das eigene Haus überwachen

Grundsätzlich sollten Sie Kameras vor den Stellen anbringen, die am gefährdetsten sind.

Daraus ergeben sich die wichtigen Brennpunkte. Die Teilbereiche am Haus, die Sie bewachen sollten, sind beliebte Anlaufstellen wie Eingänge, Terrassentüren und Fenster. Es handelt sich um die Stellen, über die Täter ins Haus oder in die Gartenlaube gelangen können. Auch wenn oft auf die Sicherheitstechniken für Türen (Türsicherheit) oder für Fenster (Fenstersicherheit) vertraut wird, gibt es nach wie vor Täter, die diese Sicherheitsmaßnahmen überwinden. Dafür reicht es schon aus, wenn Täter z. B. eine Scheibe einschlagen bzw. entfernen.

Weiterhin gehören Zugangsbereiche, Einfahrten und Wege zu den Brennpunkten zu den zu bewachenden Punkten. Oder anders gesagt: Beobachten Sie die Bereiche, an denen sich potentielle Täter aufhalten können und passieren müssen.

Überwachung Privathaus

Überwachung Privathaus

Wie in vielen Fällen können Videokameras hier nicht nur Täter überführen, sondern zuvor präventiv wirken. Das schreckt bereits Gelegenheitskriminelle ab.

Im Allgemeinen wird die Installation einer Kamera in Höhe von ca. 3,50 Metern aus einer Entfernung von ca. 3 Metern zum Brennpunkt empfohlen. Bei einer Höhe von 3,50 Metern können Sie davon ausgehen, dass die Kamera schwer zu erreichen ist.

Als Faustregel für eine gute Perspektive gilt, dass die Kamera maximal nur so hoch installiert werden darf, so weit diese vom Bereich entfernt ist. Falls Ihre Kamera hauptsächlich Gesichter erkennen soll, können Sie sie auch einen Meter höher setzen, als die Faustregel besagt.

Bei zu hoher Installation erhalten Sie jedoch eine Vogelperspektive, die Detailerkennung erschwert oder ganz ausschließt.

In Kameranähe werden Personen identifizierbar erfasst, im weiteren Verlauf haben Sie das Geschehen im Auge.

Planen Sie am Gebäude eine vollständige Überwachung mit Personenerkennung, sollten Sie die Kameraanzahl entsprechend erhöhen. Eine HD-Kamera kann inklusive der Möglichkeit zur Personenidentifizierung einen Bereich von ca. 6 Metern abdecken.

Bei optisch freier Flucht an einer Hauswand können Sie alternativ zwei Telekameras einsetzen und eine bis zu 25 Meter lange Linie überwachen. Eine Kamera schaut dabei unter die andere und sichert einen ca. 4 Meter breiten Streifen ab. Der Vorteil bei Telekameras ist, dass diese sehr hoch installiert werden können und es keine toten Winkel gibt. Nachteilig ist die Notwendigkeit der optisch freien Flucht.

Tipp: Für Ihr die Installation Ihres Videoüberwachungssystems empfiehlt sich hier eine Art intelligentes Konzept. Die Kameras sollten so installiert werden, dass sie Brennpunkte wie Türen und Eingänge im Detail überwachen und im weiteren Verlauf den Überblick auf das Geschehen in Nebenobjekten, wie Garten oder Nebengebäude, ermöglichen.

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Wer darf Videoüberwachung wie in Deutschland nutzen?

In Deutschland wird Videoüberwachung über verschiedene Gesetze geregelt, nicht zuletzt weil die Speicherung und Auswertung von personenbezogenen Daten bei dieser Technologie eine Rolle spielt. So gibt es Regelungen für die Beobachtung durch Außenkameras im öffentlichen Raum, Richtlinien für Videoüberwachung am Arbeitsplatz sowie gesetzliche Grundlagen für private Grundstücksüberwachung.

Bei Videoüberwachung sollten Sie vor allem auf die Wahrung folgender Gesetze achten:

  • Allgemeines Persönlichkeitsrecht: beschreibt das Recht auf Achtung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.
  • Recht auf informationelle Selbstbestimmung: Sie selbst bestimmen über die Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten.
  • Arbeitnehmerdatenschutz: behandelt das allgemeine Persönlichkeitsrecht und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Arbeitnehmer.
  • Datenschutzgesetze der Bundesländer: sind die länderspezifischen Gesetze zum Datenschutz
  • Bundesdatenschutzgesetz (BDSG): umfasst alle Gesetze in Deutschland zum Datenschutz

Private Anwendung

Im Prinzip ist es Ihnen überlassen, was Sie wann und wie aufnehmen oder ablichten lassen möchten. Eine Ausnahme bildet hier die verdeckte Kamera. Schwierig wird es erst, wenn Ihre Überwachungskamera auch Objekte außerhalb Ihres Grundstückes erfassen kann. Sie wollen beispielsweise Ihre Einfahrt mit Videoüberwachung versehen. Ihre Einfahrt grenzt jedoch an einen öffentlichen Weg oder eine Straße. In diesem Fall müssen Sie präzise darauf achten, dass die Überwachungskamera keine Personen erfasst, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der öffentlichen Straße bewegen.

Tipp: Moderne Kameras verfügen über sogenannte Privatzonenmaskierung, bei der bestimmte Bereiche geschwärzt und damit unkenntlich gemacht werden können.

Hinweis: Eine Ausnahmesituation stellen besondere Umstände dar. Dazu zählen bereits verübte Einbrüche, Brandanschläge oder Sachbeschädigungen. In diesem Falle darf auch öffentlicher Raum mit privaten Kameras überwacht werden. Das Interesse der Strafverfolgung und Strafvereitelung des Betroffenen überwiegt gegenüber dem Persönlichkeitsrecht der gefilmten Personen in öffentlichen Bereichen.

Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie zuvor das Ordnungsamt einbeziehen und eine schriftliche Genehmigung für Ihre Videoüberwachung erwirken. Auch wenn Sie einen Einbruch, eine Sachbeschädigung oder Bedrohung, z. B. durch Aktenzeichen bei der Polizei nachweisen, müssen Sie dennoch für Videoüberwachung im öffentlichen Raum eine Genehmigung einholen.

Besonders gefährdete Personen wie Prominente oder Politiker dürfen zum Schutz ihrer eigenen Person ebenfalls den öffentlichen Raum vor ihren Aufenthaltsorten videoüberwachen. Das gleiche gilt für besonders gefährdete Objekte wie Hotels, Banken oder Juweliere.

Recht am eigenen Bild

Eine spezielle Form des Persönlichkeitsrechtes ist das Recht am eigenen Bild. Jede Person hat das Recht selbst zu bestimmen, ob Bilder von ihm verwendet oder sogar der Öffentlichkeit preisgegeben werden dürfen.

Bei absoluten Personen des Zeitgeschehens, bei denen das öffentliche Interesse über das Persönlichkeitsrecht gestellt ist, wird Letzteres eingeschränkt. Wenn Claudia Schiffer sich bei Ihnen beschwert, dass Ihre Kamera sie gefilmt hat, können Sie mit diesem Argument kontern.

Sollte Lieschen Müller von nebenan hingegen eine Anzeige wegen Missachtung des Persönlichkeitsrechts gegen Sie vorbringen, müssen Sie aufgrund Ihres Hausrechts begründen können, warum Ihre Kamera sie ohne deren Genehmigung außerhalb des Grundstücks erfassen kann. Meist folgt daraus eine Unterlassungsklage und im schlimmsten Fall eine Bußgeldstrafe.

Die oben beschriebene Ausnahmesituation berechtigt Sie jedoch durchaus zur Aufnahme von Passanten auf öffentlichen Flächen, die an Ihr Grundstück grenzen.

Unwohlsein der Nachbarn durch Offenheit vermeiden

Eine Unterlassungsklage kann nicht nur Lieschen Müller gegen Sie anstreben, wenn sie sich auf einem Ihrer Bilder wiedererkennt. Sollte Ihr Nachbar sich bereits durch die bloße Installation eines Videoüberwachungssystems in seinem Persönlichkeitsrecht gestört fühlen, kann auch er eine Unterlassungsklage erwirken. Lassen Sie es gar nicht erst dazu kommen und reden Sie zuvor klar und deutlich über Ihre Beweggründe, die Sie zur Installation einer Überwachungskamera geführt haben. Seien Sie ehrlich wie möglich und sagen Sie ihm, dass die Aufnahmen nach einem bestimmten Zeitraum gelöscht werden. Bei einem Langzeitrekorder geschieht dieser Vorgang automatisch.

Hinweis: Aufnahmen, auf denen keine Anzeichen von Straftat zu sehen sind, müssen aus Datenschutzgründen nach dem Anschauen umgehend gelöscht werden.

Je weniger Widerstand vorhanden ist, umso weniger Anwaltskosten müssen Sie fürchten.

Hinweis: Wird die Überwachung vom Ordnungsamt untersagt und sie wird trotzdem durchgeführt, sind die Duldung bzw. etwaige Einwände durch das Amt oder von Personen abzuwarten. Sollte gegen die Videoüberwachung rechtlich vorgegangen werden, stehen die Voraussetzungen gut, dass die Kameras auch weiterhin bestehen bleiben können.

Derartige Ausnahmesituationen sollten Sie jedoch immer mit einem Aktenzeichen einer polizeilichen Anzeige begründen.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Eine Überwachungskamera sollte so eingestellt werden, dass sie weder das Nachbargrundstück noch angrenzende öffentliche Straßen oder Wege erfassen kann. Die öffentlichen Bereiche können Sie nur bei der oben beschriebenen Ausnahmesituation überwachen, dabei wird die Genehmigung vom Ordnungsamt empfohlen.

Die Befürchtung Dritter, durch Ihre Videoüberwachung selbst bewacht zu werden, kann nicht ausreichen, um einen Unterlassungsanspruch zu stellen. Solche Fälle liegen vor allem bei Nachbarstreit und ähnlichen Unstimmigkeiten vor.

Nutzen Sie die Privatzonenmaskierung, um unbeabsichtigt erfasste Bereiche, welche z. B. auf einer Linie liegen, zu schwärzen.

Integrieren Sie Nachbarn und Anwohner in das Projekt, ermöglichen Sie ihnen ggf. einen Internetzugriff auf die öffentlichen Bereiche.

Firmen

Außengelände bewachen

Ähnlich sieht es mit der Videoüberwachung eines Firmengeländes aus. Solange das Überwachungssystem nur das eigene Grundstück erfasst und ein gut sichtbares Hinweisschild auf Videoüberwachung hinweist, bewegen Sie sich im legalen Bereich. Die beschriebenen Ausnahmesituationen ermöglichen auch eine Überwachung von öffentlichem Gelände.

Videoüberwachung am Arbeitsplatz

Möchten Sie Überwachungskameras am Arbeitsplatz, auf Betriebsgeländen oder an Fließbändern einrichten, müssen Sie zuvor eine schriftliche Einwilligung Ihrer betroffenen Arbeitnehmer einholen oder den Aspekt Videoüberwachung bereits im Arbeitsvertrag fixieren (Arbeitnehmerdatenschutz). Den Grund für maschinelle Beobachtung sollten Sie in jeder Hinsicht klar definieren können.

Begangene Straftaten von Mitarbeitern oder Dienstleistern sind ebenso Anlass für das Installieren von Überwachungskameras. Hier liegt der Grund weniger in der Prävention, sondern vielmehr in der Aufklärung. Sobald der Fall abgeschlossen ist, müssen Sie daher die Videoüberwachung beenden.

Aufnahmen, die Arbeitnehmer zeigen, sind innerhalb einer bestimmten Anzahl von Tagen zu löschen, was an modernen Langzeitrekordern eingestellt werden kann.

Weiterhin dürfen Sie solche Aufnahmen nur dann auswerten, wenn ein berechtigter Anlass besteht, z.B. eine Störung am Fließband oder ein Diebstahl.

In Betrieben mit Betriebsräten müssen diese einbezogen und Datenschutzrichtlinien festgelegt werden.

[green box]Tipp: Ermöglichen Sie dem Betriebsrat einen Zugang zum Videosystem. So bleibt das Vertrauensverhältnis gewahrt und Sie beweisen Transparenz.[/green box]

Bei der Videoüberwachung von Produktionsprozessen können Sie das Videoüberwachungssystem so installieren, dass Mitarbeiter nicht gefilmt werden. Damit müssen Sie keine Datenschutzrichtlinien beachten und Sie gehen der Diskussion über die Mitarbeiter-Überwachung von vornherein aus dem Weg.

Verdeckte Videoüberwachung in speziellen Fällen zulässig

Eine geheime (verdeckte) Videoüberwachung innerhalb eines Firmengeländes kann erfolgen, wenn laut Strafprozessordnung (1. Buch, § 100c, StPO) ein dringender Verdacht hinsichtlich arbeits- oder strafrechtlicher Verstöße besteht. Bis es dazu kommt, müssen allerdings alle Alternativmaßnahmen glaubhaft abgeschöpft worden sein, die zur Identifikation des Täters führen könnten. Eine verdeckte Videoüberwachung können Sie nur dann durchführen, wenn ein begründeter Verdacht gegenüber bestimmten Personen vorliegt und der Tathergang sich in einem bestimmten Bereich abspielt. Empfangsräume oder Büros, zu denen viele Personen Zugang haben, können also nicht mit versteckten Überwachungskameras ausgestattet werden. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn in diesen Räumen die Straftat stattfand.

Hinweis: Videoüberwachung muss immer das letzte Mittel darstellen, um Tathergänge und Strafbestände aufzuklären!

Videoüberwachung geduldet oder Pflicht

Befinden sich in Ihrer Firma Räume, in denen größerer Geldmengen lagern (Tresorräume) oder arbeiten Sie mit besonderen Produkten wie zum Beispiel Gefahrenstoffen, ist eine Videoüberwachung üblich. Solche Räume sind meist durch eine Zutrittskontrolle gesichert.

Neben der Kann-Situation existiert in einigen Fällen die Pflicht, Überwachungskameras aufzustellen. Diese Pflicht betrifft zum Beispiel Kassenbereiche von Banken oder Zugänge von Spiellokalitäten und ist nach § 6 UVV (Unfallverhütungsvorschriften) geregelt. Hier finden Sie als Beispiel auf Seite 6 des Dokumentes schriftlich fixierte Regeln zu Überwachungskameras in Spielhallen. Ein Hinweisschild auf Videoüberwachung müssen Sie außerdem anbringen.

Videoüberwachung im öffentlichen Raum

Videoüberwachung kann zum einen als Präventivmaßnahme oder als Bestandteil von Gefahrenabwehr Gewalt- und Straftaten verhindern. Mit dem Wissen, videoüberwacht zu werden, rücken Gelegenheitstäter beispielsweise von Diebesplänen ab, sodass Straftaten gar nicht erst entstehen. Bei verdächtigen Aktionen, die mittels Überwachungskameras erkannt werden, besteht die Möglichkeit, sofort einzuschreiten, wie es auf dem Flughafen der Fall ist. Somit können Täter gestellt oder Straftaten verhindert werden.

Videoüberwachung dringt andererseits massiv in das Persönlichkeitsrecht Dritter ein. Menschen verhalten sich anders, wenn sie sich beobachtet fühlen, sodass bei ihnen aufgrund der besonderen Situation ein Unwohlsein hervorgerufen wird.

Daher unterliegt auch im öffentlichen Raum Videoüberwachung Regelungen, die sich auf das Bundesdatenschutzgesetz, BDSG § 6, 1 beziehen. Zur Vorbeugung oder Aufzeichnung von Straftaten wird sie oft an sozialen Brennpunkten oder unübersichtlichen öffentlichen Plätzen wie Parkanlagen oder bei großem Menschenaufkommen eingesetzt. Behörden müssen sich dabei ebenfalls an die Kennzeichnungspflicht halten. Hinweisschilder sollten daher gut sichtbar platziert werden.

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